Wie alles begann  und  die Idee……….

Bis zum Jahre 1975 wurde der Frequenzbereich um 27 MHz in Westdeutschland vorwiegend für Betriebsfunkzwecke genutzt. Die dafür vorgesehenen Geräte – nach der Zulassungsnummer auch „K-Geräte“ genannt – durften nur mit einem Bedarfsnachweis betrieben werden. Aus dieser Zeit stammen die sogenannte 6-Kanal-Geräte, die teilweise mit A-F beschriftet waren und nur von eingetragenen Vereinen benutzt werden durften, die sich der Hilfeleistung verschrieben hatten.

 

……….dann die große Änderung

 

Am 1. Juli 1975 gab das damalige Bundesministerium für Post und Telekommunikation mit Amtsblattverfügung 393/1975 den CB-Funk in der Bundesrepublik Deutschland für die Allgemeinheit frei, zunächst auf den Kanälen 4 bis 15 und in AM. Durch diese Freigabe wurden auch alle Betriebsgenehmigungen dieser K-Geräte von Seiten des Bundesministeriums für Post und Telekommunikation gekündigt, so dass diese Frequenzen für Hilfsvereine nicht mehr zur Verfügung standen.

 

Eine der ersten ortsfesten CB Funkanlagen der Firma Handic

Der neu entstandenen „Hobbyfunk“ war für alle Arten von privater, nichtkommerzieller Funkkommunikation gedacht. Er war als „Jedermannfunk“ zum persönlichen Informations- und Meinungsaustausch bestimmt, jedoch für Hilfeleistungen nicht geeignet.

 

Ähnlich wie in den heutigen Internetchatrooms konnte hier jeder mit jedem kommunizieren, ohne ihm jemals begegnet zu sein. So wusste man nie genau, wer gerade mithört und konnte somit neue Menschen kennenlernen.

eines der ersten mobilen CB-Funkgeräte

Es fanden sich sehr schnell die unterschiedlichsten Gruppierungen mit den unterschiedlichsten Interessen zusammen. Die einen nutzten Ihre CB-Funkgeräte dazu, um Gespräche zu führen und Kontakte zu knüpfen, andere wollten bei Pannen oder Notfällen schnelle Hilfe ermöglichen. Hier prägte sich auch der der Begriff:

 

„Fahrende Notrufsäule“

Hilfsvereine die schon vor der Hobbyfunk Ära existierten, sowie die sich ab 1975 neu formiert haben, sind teilweise bis heute noch aktiv. Auch wir waren von Anfang an dabei und haben uns bis heute einen kleinen Mitgliederstamm bzw. Freundeskreis erhalten. Leider hat das ganze „Funkwesen“ durch Mobiltelefone und Internet deutlich an Popularität verloren.

Unsere Geschichte

 wer wir sind – und was wir wollten

1978 gab es in Großwallstadt nur zwei Personen, die sich für CB-Funk interessierten. Immerhin hat man Kontakt und Freundschaften geknüpft, so dass in den kommenden Jahren immer mehr zu den Funkertreffen nach Großwallstadt kamen. Dadurch wuchs der Freundeskreis enorm und der Zusammenhalt aller Gleichgesinnten Funker wurde immer größer, und es entstand die:

 

 

„Großwallstädter Funkerrunde“ („GFR“)

 

 

Das ganze jedoch ohne großen Verwaltungsaufwand wie Satzung oder Kasse und was eigentlich sonst für einen Verein nötig gewesen wäre.

 

Man wollte ja nur eine Interessengemeinschaft sein, um mit anderen dieses neue Hobby zu teilen. Das war die eigentliche Geburtsstunde vom heutigen

 

 

„Hilfsdienst Grosswallstadt“

 

 

1985 splittete sich diese Gemeinschaft in zwei Lager. Die einen wollten das Hobby Funk so weiter in loser Zusammenkunft betreiben und anderen wollte das Kommunikationsmittel Funk dazu nützen, aktiv zu helfen.

 

Dieses war jedoch mit den CB Funk und diesen Geräten nicht möglich. Diese Frequenzen waren und sind nicht Störungsfrei. Eine effektive sichere sowie Störungsfreie Funkübertragung war nicht möglich.

So entschlossen sich einige dem DFHD beizutreten und den Ortsverband Großwallstadt im Deutschen-Funk-Hilfs-Dienst e.V. zu gründen.

Es wurde die für Hilfsdienste extra freigegeben Hilfsfunkfrequenzen im Betriebsfunkbereich genutzt. Diese waren Störungsfrei, jedoch mussten strenge Richtlinien eingehalten werden und ein privater Dialog war nicht möglich.

 

Betriebsfunkgerät Motorola mit Hilfsfunkfrequenz

 

 

 

 

 

Einige Mitglieder rüsteten ihre Fahrzeuge als sogenannte Pannenhilfsfahrzeuge aus, so dass diese zur Unfallabsicherung eingesetzt werden konnten.

Bereits im Jahr 1987 waren es über 40 Personen, welche von der Idee begeistert waren, in dieser Art Hilfe zu leisten. Stark ansteigende Mitgliederzahlen ermöglichten es uns wiederum, immer mehr Einsätze durchzuführen.

1989 wurde von Seiten der Mitglieder beschlossen, einen eigenen Verein auf die Beine zu stellen und nicht immer als unselbständiger Ortsverband eines Vereines mit Hauptsitz in Parsberg zu sein.

 

Mit dieser Entscheidung waren jedoch nicht alle Mitglieder einverstanden und lösten sich vom Verein und diese Mitglieder führten den DFHD unter einem neuen Ortsgruppenname weiter.

 

Die Ideengeber und Gründer er damaligen Funkgemeinschaft in Großwallstadt gründeten dann 1989 den

 

NOT-FUNK-DIENST Großwallstadt e.V.

Die neue Gruppierung stellte sich auf dem Frühjahrsmarkt 1990 mit einem ersten Infostand der Bevölkerung vor.

Der Erfolg ließ auch nicht lange auf sich warten. Erste Anfragen an den neuen Verein war die Sicherung der Wallfahrt nach Walldürn, die dann  von uns übernommen wurde.

 

Weitere Einsätze für verschiedensten Veranstaltungen wie Sicherung Martinszug, Betreuung Schiffswallfahrt, Verkehrsdienst Weinberghüttenfest und noch einige unzählige Veranstaltungen wurden im Laufe der Jahre durchgeführt.

Einsatzfahrzeug und Helfer bei der Wallfahrt nach Walldürn
Einsatzleiter Erwin Zabel in der Geschäftsstelle

 

 

Es wurde zusätzlich zur bestehenden Funkzentrale in der Geschäftsstelle beim Pförtner der damaligen Ciba Vision eine Notrufzentrale installiert. Hier konnten Notfallmeldungen durchgegeben werden, da die Pförtnerloge 24 Stunden besetzt war.

Durch die ständige Zunahme der Mobiltelefone wurden die Notrufzentralen nicht mehr benötigt und die „fahrenden Notrufsäulen“ wurden immer bedeutungsloser. Auch ein Mitgliederschwund nagte am Verein, berufsbedingte Änderungen der Hauptaktiven trugen letztendlich dazu bei, dass der Verein 1999 aufgelöst werden musste.


Die Auflösung erfolgte jedoch mit der Hoffnung auf bessere Zeiten und irgendwann wieder aktiv zu werden. Der Gedanke zu helfen, sowie das Interesse am Funk existierte in den Jahren nach der Auflösung noch immer.

Der letzte Infostand vom NFD am Kirchweihmarkt 1999

2014 wurde die Idee wieder aufgegriffen und

die damaligen Hauptaktiven gründeten den

 

 

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